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Immobilien 9. April 2026 7 Min. Lesezeit

Telefonakquise Gewerbeimmobilien: Der B2B-Leitfaden für Immobilienmakler

Wie Immobilienmakler per Telefonakquise Gewerbeimmobilien-Mandate gewinnen: Gesprächsstruktur, Einwände und Power Dialer. § 7 UWG-konform.

40-50
Anrufe im Durchschnitt für einen qualifizierten Besichtigungstermin im Gewerbeimmobilienbereich
B2B
Kaltakquise ist im Gewerbeimmobilienbereich erlaubt - im Gegensatz zum B2C-Privatkundenmarkt
10x
typischer ROI eines Power Dialers für Gewerbeimmobilienmakler ab dem ersten Monat

Der Gewerbeimmobilienmarkt lebt von persönlichen Beziehungen. Die besten Mandate kommen nicht über Portale — sie kommen über das Telefon. Wer systematisch Unternehmen mit Flächenbedarf identifiziert und proaktiv anruft, baut sich einen Mandatsbestand auf, der von Online-Plattformen unabhängig ist.

Im Gegensatz zum Wohnimmobilienmarkt ist die B2B-Kaltakquise bei Gewerbeimmobilien in Deutschland erlaubt§ 7 UWG erfordert lediglich ein mutmassliches Einverständnis. Dieser Leitfaden zeigt, wie Sie als Gewerbeimmobilienmakler das Telefon systematisch für die Mandatsgewinnung einsetzen.

40-50Anrufe für einen qualifizierten Besichtigungstermin
B2BKaltakquise im Gewerbebereich erlaubt (Paragraph 7 UWG)
10xtypischer ROI eines Power Dialers ab dem ersten Monat

Die besten Gewerbeimmobilien-Mandate entstehen nicht auf Portalen. Sie entstehen in einem Telefonat, bevor der Eigentümer überhaupt an eine öffentliche Vermarktung denkt.

Die zwei Akquise-Pfade im Gewerbeimmobilienbereich

Pfad 1: Eigentümerseite — Mandate akquirieren

Sie kontaktieren Eigentümer oder Geschäftsführer von Unternehmen, die Gewerbeflächen besitzen und potenziell verkaufen oder vermieten möchten.

B2B-Kaltakquise erlaubt: § 7 UWG erfordert lediglich mutmassliches Einverständnis. Ein Geschäftsführer, der Gewerbeflächen besitzt, hat plausibles Interesse an einer professionellen Vermarktung.

Pfad 2: Nachfrageseite — Flächensuchende Unternehmen

Sie kontaktieren Unternehmen, die Gewerbeflächen suchen — für Expansion, Umzug oder neue Standorte. Ziel: Suchmandate oder direkte Vermittlung an passende Objekte.

B2B-Kaltakquise erlaubt: Ein wachsendes Unternehmen hat plausibles Interesse an Flächenangeboten.

Flächenbedarf erkennen: 5 Kaufsignale

01

Stellenanzeigen

Unternehmen, die stärker einstellen, brauchen mehr Platz. Überwachen Sie Stellenportale (LinkedIn, Indeed, StepStone) für Ihre Zielregion. 10+ offene Stellen ist ein starkes Signal für Flächenbedarf.

02

Finanzierungsrunden und Investitionen

Unternehmen nach einer Finanzierungsrunde oder größeren Investition planen häufig Expansion. Quellen: Handelsblatt, Gründerszene, regionale Wirtschaftsnachrichten.

03

Auslaufende Mietverträge

Gewerbemietverträge laufen typischerweise 5-10 Jahre. Unternehmen beginnen 12-18 Monate vor Ablauf mit der Suche nach Alternativen. Handelsregister-Einträge und Branchenkontakte liefern diese Information.

04

Umzüge und Standortveränderungen

Meldungen über geplante oder kürzlich vollzogene Umzüge in der Lokalpresse oder auf LinkedIn zeigen, dass ein Unternehmen offen für Flächengespräche ist.

05

Baugenehmigungen

Öffentliche Baugenehmigungen identifizieren Projektentwickler und Investoren, die aktuell bauen oder planen. Quelle: Amtsblatt, Bauordnungsamt, gewerbliche Auskunfteien.

Optimale Anrufzeiten

ZeitfensterZielgruppeEffektivität
Di-Do 08:30-09:30Geschäftsführer, EigentümerSehr hoch — vor dem Tagesgeschäft
Di-Do 10:00-11:30Facility Manager, CFOHoch
Di-Do 14:00-16:00Alle EntscheiderHoch — Nachmittags-Fenster
Montag frühAlleMittel
Freitag nachmittagAlleGering

Gesprächsstruktur für die Mandatsakquise

01

Einstieg mit konkretem Bezug (20 Sekunden)

20 Sek.

Bei Eigentümern:

Guten Tag, Herr Schmidt, mein Name ist Thomas Weber, Gewerbemakler bei [Büro]. Ich rufe an, weil ich Ihre Gewerbefläche in der [Strasse/Stadt] kenne und aktuell zwei Unternehmen begleite, die genau diesen Flächentyp suchen. Haben Sie kurz 2 Minuten?

Bei flächensuchenden Unternehmen:

Guten Tag, Herr Müller, Thomas Weber von [Büro]. Ich sehe, dass Ihr Unternehmen gerade stark wächst — wir begleiten Mittelständler in [Region] bei der Suche nach passenden Gewerbeflächen. Planen Sie aktuell eine Erweiterung oder einen Umzug?

02

Bedarfsermittlung (2-3 Minuten)

2-3 Min.

Für Eigentümer:

  • Planen Sie, die Fläche langfristig selbst zu nutzen oder ziehen Sie eine Vermietung oder einen Verkauf in Betracht?
  • Wie ist die aktuelle Auslastung — gibt es Leerstand?
  • Haben Sie bereits Gespräche mit anderen Maklern geführt?

Für Flächensuchende:

  • Welche Flächengröße und welchen Standort suchen Sie?
  • Was ist Ihr Zeitrahmen — wann muss die Fläche bezugsfertig sein?
  • Suchen Sie Kauf oder Miete?
03

Wertversprechen (30 Sekunden)

30 Sek.

Für Eigentümer:

Als spezialisierter Gewerbemakler in [Region] verfüge ich über ein Netzwerk von über [Anzahl] flächensuchenden Unternehmen. Meine Vermarktungsstrategie kombiniert diskrete Direktansprache mit professioneller Online-Präsenz — so finden wir schneller den richtigen Mieter oder Käufer, ohne Ihre Fläche öffentlich zu präsentieren, wenn Sie das nicht möchten.

04

Terminvereinbarung (30 Sekunden)

30 Sek.

Ich schlage vor, dass ich mir Ihre Fläche vor Ort anschaue — das dauert 30 Minuten. Danach kann ich Ihnen eine realistische Einschätzung zum Marktpreis und zur Vermarktungsdauer geben. Dienstag 10 Uhr oder Donnerstag 14 Uhr — was passt besser?

Typische Einwände und Antworten

Wir haben bereits einen Makler.

Das verstehe ich. Darf ich fragen, wie lange die Fläche schon vermarktet wird? [Zuhören] Wenn es länger als [Zeitraum] dauert, kann ein zweiter Blick mit einem anderen Netzwerk oft den entscheidenden Impuls geben. Ein Erstgespräch verpflichtet Sie zu nichts.

Wir vermarkten selbst.

Das ist ein verständlicher Ansatz. Viele unserer Mandanten haben das anfangs auch versucht. Der Vorteil eines spezialisierten Maklers: Wir erreichen Interessenten, die nicht auf den Portalen suchen — über unser Direktnetzwerk. Soll ich Ihnen zeigen, welche Unternehmen aktuell Flächen in Ihrer Größenordnung suchen?

Der Markt ist gerade schwierig.

Genau das höre ich oft. Und genau deshalb ist ein spezialisierter Ansatz wichtiger denn je. In einem schwierigen Markt gewinnt der Makler mit dem besten Netzwerk und der besten Aufbereitung. Darf ich Ihnen zeigen, wie wir vergleichbare Objekte erfolgreich vermarktet haben?

Ihre Provision ist zu hoch.

Ich verstehe den Einwand. Unsere Provision orientiert sich am Marktstandard. Der Gegenwert: professionelle Vermarktung, rechtssichere Vertragsgestaltung und ein Netzwerk, das Flächen im Durchschnitt [Zeitraum] schneller vermietet als der Marktdurchschnitt. Das spart Ihnen Leerstandskosten, die die Provision in der Regel deutlich übersteigen.

Was ein Power Dialer für Gewerbeimmobilienmakler verändert

KennzahlOhne DialerMit Power DialerVerbesserung
Anrufe pro Stunde12-1540-503x
Gespräche pro Stunde5-715-203x
Termine pro Woche2-46-102-3x
Mandate pro Monat1-23-52-3x

Die ROI-Rechnung:

Ein Power Dialer kostet 50-100 Euro pro Monat. Eine einzige zusätzliche Gewerbeimmobilien-Provision (typischerweise 3.000-15.000 Euro) refinanziert den Dialer für das gesamte Jahr. Typischerweise generieren Makler mit Dialer 2-3 zusätzliche Mandate pro Monat.

Die richtige Toolstack für Gewerbeimmobilienmakler

FunktionToolKosten
CRM ImmobilienFlowfact, onOffice oder Pipedrive30-100 Euro/Monat
Power DialerSkipcall50-100 Euro/Monat
ImmobilienportaleImmoScout24 Profi, ImmoweltAb 50 Euro/Monat
DatenanreicherungLinkedIn Sales Navigator, Handelsregister0-80 Euro/Monat
Gesamt130-330 Euro/Monat

Compliance: Was Gewerbeimmobilienmakler beachten müssen

§ 7 UWG: B2B-Kaltakquise erlaubt

  • Eigentümer von Gewerbeimmobilien sind geschäftlich tätig → B2B-Kaltakquise bei mutmasslichem Einverständnis erlaubt
  • Flächensuchende Unternehmen → ebenso B2B, erlaubt bei sachlichem Interesse
  • Privatpersonen mit Wohnimmobilien → B2C, Kaltakquise verboten (Ausnahme: Nummer in öffentlicher Anzeige)
  • Robinson-Liste vor Kampagnen prüfen
  • Anrufgrund pro Kontakt im CRM dokumentieren

DSGVO

  • Kontaktdaten DSGVO-konform verarbeiten
  • Berechtigtes Interesse (Art. 6 Abs. 1 lit. f) als Rechtsgrundlage für B2B
  • Löschfristen einhalten
  • Auf Anfrage Auskunft erteilen

Fazit: Spezialisierung und Systematik gewinnen

Im Gewerbeimmobilienmarkt trennt die telefonische Akquise erfolgreiche Makler von durchschnittlichen. Wer systematisch Kaufsignale identifiziert, gezielt Eigentümer und flächensuchende Unternehmen kontaktiert und seinen Prozess mit einem Power Dialer skaliert, baut einen Mandatsbestand auf, der von Portalabhängigkeit befreit.

Der deutsche B2B-Markt bietet dabei einen klaren Vorteil: § 7 UWG erlaubt die Kaltakquise bei Gewerbeimmobilien — im Gegensatz zum strikt regulierten B2C-Wohnungsmarkt. Nutzen Sie diesen Spielraum mit einer professionellen, dokumentierten Akquise.

Konto erstellen — Skipcall hilft Gewerbeimmobilienmaklern, mehr Eigentümer und Unternehmen zu erreichen: Power Dialing, lokale Rufnummern und native CRM-Integration.

ST

Autor

Skipcall Team

Dieser Artikel wurde vom Skipcall-Team auf Basis von Feedback aus über 200 B2B-Vertriebsteams erstellt.

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Im B2B-Bereich (Gewerbeimmobilien, Projektentwickler, institutionelle Investoren) ja - Paragraph 7 UWG erlaubt Kaltakquise bei mutmasslichem Einverständnis. Im B2C-Bereich (Privatpersonen, Wohnimmobilien) ist Kaltakquise ohne vorherige Einwilligung verboten. Kontaktaufnahme mit Privatverkäufern ist nur erlaubt, wenn diese ihre Nummer öffentlich in einer Anzeige angegeben haben.
Im Gewerbeimmobilienbereich sind 40 bis 50 Anrufe für einen qualifizierten Besichtigungstermin realistisch. Das ergibt etwa 10 bis 15 Anrufe pro Gespräch und 3 bis 4 Gespräche pro Termin. Diese Verhältnisse verbessern sich mit Spezialisierung auf eine Branche und mit einem Power Dialer.
Büroflächen (Unternehmen, die wachsen oder umziehen), Logistik und Lagerhallen (E-Commerce-Wachstum), Einzelhandelsflächen, Produktionsflächen und Gewerbeparks. Besonders wirksam ist die Akquise bei Unternehmen mit erkennbarem Flächenbedarf: Stellenanzeigen, Expansionsmeldungen oder Mietverträge, die auslaufen.
Drei Kerntools: ein CRM für die Pipeline-Verwaltung (Flowfact, onOffice oder Pipedrive), einen Power Dialer für effizientes Telefonieren (Skipcall), und Datenquellen für Leads (ImmoScout24 Profi, Immowelt, Handelsregister, Gewerbeanzeiger). Die Integration zwischen Dialer und CRM spart 30 bis 45 Minuten pro Tag an manueller Dateneingabe.
Fünf Signale zeigen Flächenbedarf: Stellenanzeigen (Wachstum braucht Platz), Finanzierungsrunden (Expansion geplant), auslaufende Mietverträge (öffentliche Handelsregistereinträge), Umzugsmeldungen in der Lokalpresse und Baugenehmigungen (Projektentwickler). LinkedIn und regionale Wirtschaftsnachrichten sind die besten Quellen.
Ja. Wenn ein Eigentümer seine Telefonnummer in einer öffentlichen Verkaufs- oder Vermietungsanzeige angibt, liegt eine konkludente Einwilligung vor. Sie duerfen anrufen und Ihre Dienstleistung anbieten. Das gilt auch für B2C, weil der Eigentümer durch die Veröffentlichung seiner Nummer Kontaktaufnahme erwartet.

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